Wer hätte das gedacht! Das US-Technologieunternehmen
Hewlett-Packard (HP) verabschiedet sich von seinem mobilen Betriebssystem
webOS. Die Tablets und Smartphones, die derzeit gerade in dritter Generation
produziert werden und in ein bis zwei Wochen auf den Markt kommen sollen,
dürften deshalb wohl die letzten Geräte sein, die mit dem webOS-System laufen.
Dabei wird es sich bei den Smartphones um das “Pre3”, bei den Tablets um die
“64 Go WiFi”-Variante des Touchpad handeln.
Die Entscheidung, die HP laut dem Onlineportal
inside.handy.de am späten Donnerstagabend bekannt gegeben hat, dürfte den Markt
der mobilen Betriebssysteme erneut kräftig durcheinanderwirbeln. Das
Unternehmen hatte das System schließlich erst im April 2010 von Palm
übernommen, wie inside-handy.de weiter berichtet. Der Kaufpreis dafür soll bei
stolzen 1,2 Milliarden US-Dollar gelegen haben. Diese Summe hat sich garantiert
noch nicht amortisiert. Denn weder das Touchpad noch das kleine Smartphone
“Veer” konnten am Markt punkten. Ganz im Gegenteil; vor noch gar nicht so
langer Zeit musste HP sogar die Preise für die Geräte kräftig senken. Da auch
die Ankündigung des “Pre3” offenbar für wenig Furore gesorgt hat, dürfte die
radikale Entscheidung vor allem deshalb gefallen sein, um weitere Verluste zu
vermeiden.
HP steht nun vor der Frage, wie es mit dieser Sparte
seiner Produktion weitergehen soll. Ob man weiter Hardware für die mobile
Kommunikation herstellen will, ist offenbar noch nicht entschieden. Falls das
der Fall sein sollte, wird man sich für ein neues Betriebssystem erwärmen
müssen. Gemunkelt wird, dass dann wohl am ehesten eine Kooperation mit
Microsoft infrage käme. Denkbar ist aber auch, dass HP die Produktion von
Hardware für die mobile Kommunikation ganz einfach einstellt. Wie auch immer
die Vorstandsetage entscheiden wird, sicher dürfte wohl sein, dass man
versuchen wird, webOS an ein anderes Unternehmen weiterzuverkaufen.
Für den Endverbraucher kann es dabei durchaus von Vorteil
sein, wenn das eine oder andere Betriebssystem, das einfach nicht wirklich gut
läuft, auch tatsächlich vom Markt verschwindet. Das macht die Wahl eines neuen
Handys langfristig etwas einfacher. Schon heute schieben User ihre
Kaufentscheidung gern etwas hinaus, weil sie den Handymarkt als zu
unüberschaubar und verwirrend empfinden. Stattdessen werden die älteren Geräte
gehegt und gepflegt und im Schadensfall einfach zur Reparatur gebracht. In
einer guten Werkstatt gibt es für jede Marke und für jedes Problem eine
kompetente Lösung. Ob man nun sein HTC reparieren lassen möchte oder der iPhone
Home Button defekt ist, ob eine HTC LCD Repair ansteht oder die HTC Display
Scheibe Schaden genommen hat; in einer guten Servicestation kann man sich auf
fachmännische Arbeit zu einem guten Preis verlassen. Auch die Zeit, in der man
wegen der Reparatur auf das Handy verzichten muss, wird dort stets im Rahmen
bleiben.
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