Samstag, 17. September 2011

HP verabschiedet sich von seinem mobilen Betriebssystem webOS


Wer hätte das gedacht! Das US-Technologieunternehmen Hewlett-Packard (HP) verabschiedet sich von seinem mobilen Betriebssystem webOS. Die Tablets und Smartphones, die derzeit gerade in dritter Generation produziert werden und in ein bis zwei Wochen auf den Markt kommen sollen, dürften deshalb wohl die letzten Geräte sein, die mit dem webOS-System laufen. Dabei wird es sich bei den Smartphones um das “Pre3”, bei den Tablets um die “64 Go WiFi”-Variante des Touchpad handeln.

Die Entscheidung, die HP laut dem Onlineportal inside.handy.de am späten Donnerstagabend bekannt gegeben hat, dürfte den Markt der mobilen Betriebssysteme erneut kräftig durcheinanderwirbeln. Das Unternehmen hatte das System schließlich erst im April 2010 von Palm übernommen, wie inside-handy.de weiter berichtet. Der Kaufpreis dafür soll bei stolzen 1,2 Milliarden US-Dollar gelegen haben. Diese Summe hat sich garantiert noch nicht amortisiert. Denn weder das Touchpad noch das kleine Smartphone “Veer” konnten am Markt punkten. Ganz im Gegenteil; vor noch gar nicht so langer Zeit musste HP sogar die Preise für die Geräte kräftig senken. Da auch die Ankündigung des “Pre3” offenbar für wenig Furore gesorgt hat, dürfte die radikale Entscheidung vor allem deshalb gefallen sein, um weitere Verluste zu vermeiden.

HP steht nun vor der Frage, wie es mit dieser Sparte seiner Produktion weitergehen soll. Ob man weiter Hardware für die mobile Kommunikation herstellen will, ist offenbar noch nicht entschieden. Falls das der Fall sein sollte, wird man sich für ein neues Betriebssystem erwärmen müssen. Gemunkelt wird, dass dann wohl am ehesten eine Kooperation mit Microsoft infrage käme. Denkbar ist aber auch, dass HP die Produktion von Hardware für die mobile Kommunikation ganz einfach einstellt. Wie auch immer die Vorstandsetage entscheiden wird, sicher dürfte wohl sein, dass man versuchen wird, webOS an ein anderes Unternehmen weiterzuverkaufen.

Für den Endverbraucher kann es dabei durchaus von Vorteil sein, wenn das eine oder andere Betriebssystem, das einfach nicht wirklich gut läuft, auch tatsächlich vom Markt verschwindet. Das macht die Wahl eines neuen Handys langfristig etwas einfacher. Schon heute schieben User ihre Kaufentscheidung gern etwas hinaus, weil sie den Handymarkt als zu unüberschaubar und verwirrend empfinden. Stattdessen werden die älteren Geräte gehegt und gepflegt und im Schadensfall einfach zur Reparatur gebracht. In einer guten Werkstatt gibt es für jede Marke und für jedes Problem eine kompetente Lösung. Ob man nun sein HTC reparieren lassen möchte oder der iPhone Home Button defekt ist, ob eine HTC LCD Repair ansteht oder die HTC Display Scheibe Schaden genommen hat; in einer guten Servicestation kann man sich auf fachmännische Arbeit zu einem guten Preis verlassen. Auch die Zeit, in der man wegen der Reparatur auf das Handy verzichten muss, wird dort stets im Rahmen bleiben.

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